Endspurt: „Neue Mitte“ nimmt konkrete Formen an!

Seit mehr als fünf Jahren verfolgt die CDU das Ziel, den Elzer Ortskern langfristig attraktiv und lebenswert zu erhalten. Die „Neue Mitte“ ist dabei ein wichtiger Baustein. Mit der Präsentation der Projektideen ist die Zielgerade für das Vorhaben in Sicht.

Als im Jahr 2015 bekannt wurde, dass das ehemalige Hotel Schäfer nicht nur zum Verkauf steht, sondern dass es auch Interessenten für den Komplex gibt, die profitorientiert und vor allem aus großem Eigeninteresse die Immobilie entwickeln wollten, war der CDU klar, dass hier Handlungsbedarf besteht. Gleichzeitig wurde in vielen Gesprächen deutlich: Hier gilt es nicht nur etwas zu verhindern, sondern es besteht die Chance, den Ortskern unseres Heimatdorfes zu entwickeln und für die Zukunft fit zu machen. Der Ortskern soll nicht wie so viele andere Städte und Gemeinden von Tristesse und Leerstand geprägt sein, sondern Leben und Attraktivität ausstrahlen und Lebensraum für Elzer und Gäste bieten.

Dazu sind eine gewisse Portion Mut und viele Ideen notwendig. Beides haben wir in die Waagschale geworfen, viel diskutiert, mit Bürgern, Vereinsvertretern und Gewerbetreibenden gesprochen und unsere Idee der „Neuen Mitte“ nach und nach gestaltet. Wichtig war uns dabei, die Überlegungen auf breite Schultern zu legen und fraktionsübergreifend und mit allen Beteiligten an der Idee zu feilen, um die beste Lösung für den Elzer Ortskern zu finden. Aus diesem Grund haben wir die Einrichtung der „Kommission Neue Mitte“, ein Arbeitsgremium, in das von allen Fraktionen Personen entsendet werden, beantragt, eine Klausurtagung mit Vereinsvertretern, interessierten Bürgern und dem Gewerbeverein durchgeführt, Bürgerinformationsveranstaltungen beantragt und auch die fachliche Unterstützung durch Dozenten und Studenten der Uni Darmstadt sowie eines Beratungsunternehmens mit einfließen lassen. Über die Jahre haben sich Eckpunkte herauskristallisiert, die die Ortskernkommission im vergangenen Jahr einstimmig in Form eines offiziellen Interessebekundungsverfahrens auf den Weg gebracht hat: Gewünscht wurde eine Kombination von Übernachtungsmöglichkeiten mit eigenständiger Gastronomie, weil einige Gaststätten in Elz aufgrund der Altersstruktur der Wirte so nicht mehr sehr lange bestehen werden. Ebenfalls wurde sich darauf verständigt, dass auf der Fläche mehrere Gebäude errichtet werden, um eine Kombination von gewerblicher Nutzung und Wohnen zu ermöglichen. Die dafür erforderlichen Stellplätze sollen in einer Tiefgarage geschaffen werden, auf der Oberfläche sollen lediglich einige wenige Kurzzeitparkplätze angeordnet werden. Bäume, Grünflächen und mittelfristig auch ein fußläufiger Durchgang zur Bachgasse mit Zugang zur Erbach sollen das Konzept abrunden.

Und die Ausschreibung wurde gut angenommen: Vier potentielle Investoren und Projektentwickler haben Interesse bekundet, von denen drei recht konkrete Vorschläge in den Gremien diskutiert wurden. Auch hier war es uns wieder ein großes Anliegen, die Ideen und Überlegungen der Bürger eng mit einzubinden, daher hat die CDU im Dezember 2020 beantragt, eine öffentliche und breite Bürgerinformation durchzuführen, denn auch in diesem Schritt war unbestritten: So ein Projekt kann mann nur gemeinsam auf die Beine stellen.

Am 13. Juli 2021 haben die Projektentwickler Christian Mori, Johannes Schäfer und Horst und Michael Schenk ihre Überlegungen und Pläne vor großem Publikum im Bürgerhaus vorgestellt. Die umfangreichen Überlegungen, kreativen Ideen und anspruchsvollen Gestaltungsvorschläge jedes der drei Konzepte bestätigen den durch die CDU beantragten und durch die Gemeindevertretung beschlossenen Wegs der Entwicklung des Areals. Im nächsten Schritt wird der Gemeindevorstand im Detail mit den Investoren über den Verkaufspreis verhandeln. Hier ist klar: Die Gemeinde kann das Gelände nicht verschenken, aber natürlich muss es uns etwas Wert sein, die Gestaltung so zentral steuern und Eckpunkte vorgeben zu können. 

Es macht uns stolz, dass das von der CDU auf den Weg gebrachte und letztlich mit allen Gremien diskutierte und in vielen Teilen fraktionsübergreifend beschlossene Projekt so weit fortgeschritten ist und wir sind uns sicher, dass wir gemeinsam auch noch die Zielgerade bestreiten werden. Für Elz, für unsere Bürgerinnen und Bürger, für unsere Gäste – für einen lebendigen und lebenswerten Ortskern.